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20. May 2026
Lifestyle Technik

Digitale Unterhaltung: Das Smartphone wird immer genutzt

Tobias
  • Mai 20, 2026
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Digitale Unterhaltung: Das Smartphone wird immer genutzt

Die Digitalisierung findet vor allem mobil statt. Über das Smartphone werden Bankgeschäfte erledigt, Telefonanrufe getätigt, Textnachrichten gesendet, Fotos aufgenommen. Auch beim Entertainment ist das Handy die Nummer eins. Streaming und Gaming haben sich im mobilen Sektor breitgemacht.

Kaum zu glauben: Deutsche fast 72 Stunden pro Woche online

Deutsche sind jede Woche im Durchschnitt 71,8 Stunden online. Dies besagt eine Studie der Postbank, die zwischen Mai und Juni 2025 über 3.000 Bundesbürger zu ihrem Nutzungsverhalten befragt hat. Zum Vergleich: 2020 waren es noch 56,4 Stunden. Bei den genutzten Geräten ist das Smartphone mit 88 % der Spitzenreiter. Laptops und Notebooks werden zu 64 % verwendet, der Desktop-Rechner lediglich zu 46 %.

Österreicher geben an, etwa 5,5 Stunden täglich im Internet zu verbringen. Diese Zahlen zeigen, dass sich das Verbraucherverhalten dramatisch verändert hat. Die Branche hat darauf längst reagiert und drängt verstärkt in den Online-Gaming-Markt. So schätzen Experten, dass der Marktanteil ausländischer Betreiber beim Glücksspiel längst die Zwei-Drittel-Grenze überschritten hat. Während in Österreich lediglich ein einziger Anbieter über eine staatliche Lizenz verfügt, zeigt die Aufstellung der Online Casinos in Österreich auf Casino.at, dass zahlreiche Anbieter um Kunden kämpfen. Angesichts des Andrangs ist es daher kein Wunder, dass Österreich bereits überlegt, sein Monopol aufzugeben. Schließlich ist der Trend hin zur digitalen Unterhaltung unübersehbar und nicht aufzuhalten.

Fest in den Alltag integriert

Bitkom e.V. hat 2024 untersucht, wie sich Kinder und Jugendliche zwischen 6 und 18 Jahren im Internet verhalten. Zu 90 % wird das Smartphone für Textnachrichten hervorgeholt. 89 % hören Musik oder Podcasts. 93 % der 10- bis 18-Jährigen sind auf sozialen Medien aktiv: YouTube wird am stärksten frequentiert, gefolgt von Instagram und Snapchat.

Dass Smartphones den klassischen Desktop-Rechner in einigen Haushalten ersetzt haben, sollte niemanden verwundern. Handys vereinen Fernseher, Heimkonsole, Kamera, Musikanlage und Telefon in einem Gerät. Obendrein verschwindet das kleine Smartphone in der Hosentasche, während der PC einen festen Platz beansprucht.

Dass digitale Unterhaltung vermehrt auf mobilen Endgeräten stattfindet, ist eher ein Nebeneffekt. Wer mit Freunden und Verwandten via WhatsApp chattet oder eine Sprachlern-App aus dem Play Store herunterlädt, wagt alsbald den Blick über den Tellerrand. Prompt ist ein Abonnement für Apple Arcade abgeschlossen, Videos auf TikTok vertreiben die Langeweile beim Warten, die Playlist für den Weg zum Arbeitsplatz wird ausgebaut. Während sich einzelne Produkte auf eine bestimmte Zielgruppe fokussieren, gibt es kaum jemanden, der mit einem Smartphone überhaupt nichts anzufangen weiß.

Gern genutzt: Video- und Musik-Streaming

Die wenigsten wollen mobil einem halbstündigen TED-Talk folgen oder einen Kinofilm starten. Aus diesem Grund setzen Plattformen wie TikTok, Instagram und YouTube auf Kurzvideos, auch Reels oder Shorts genannt. Algorithmen scannen, welche Inhalte das Interesse wecken. Und nach kurzer Zeit präsentiert der Feed eine nicht enden wollende Anzahl neuer Videos. So unterhaltsam Kurzvideos sein mögen: Mit der Zeit gewöhnt sich das Gehirn ans ständige Dopamin, will dauerhaft Neues zu sehen bekommen. Dies beeinträchtigt die Aufmerksamkeitsspanne, das reale Hier und Jetzt wird als trist empfunden.

Video-Streaming-Dienste wie Netflix und Disney Plus verzeichnen mobil hohe Nutzerzahlen. Teilweise kommen Tablets zum Einsatz, sofern vorhanden. Jüngere Zuschauer greifen eher zum mobilen Endgerät als ältere Generationen.

Neben dem Bewegtbild ist auch die Musik auf Smartphones zu Hause. Dienste wie Spotify ermöglichen Zugang zu Songs, Soundtracks und Podcasts. Ganz gleich, ob während Wartezeiten, unterwegs beim Pendeln oder zu Hause beim Workout: Immer wieder wird das Handy als MP3-Player genutzt. Wöchentlich zeichnen die bekanntesten Podcasts neue Folgen auf, sodass für dauerhaften Hörgenuss gesorgt ist.

Live-Streams sind an dieser Stelle ebenso zu benennen. E-Sports und andere Events ziehen auf Portalen wie Twitch ein Millionenpublikum an. Im Chat können sich Zuschauer einbringen, das gesellige Miteinander fördert parasoziale Beziehungen zwischen dem User und Streamer. Je nach Bekanntheitsgrad des „Stars“ entstehen Communitys. Durch die emotionale Bindung ist der Live-Streamer imstande, neue Einkommensquellen zu erschließen.

Mobile Gaming ist eine milliardenschwere Branche

Beim mobilen Gaming hat das Gelegenheitsspiel den Thron für sich beansprucht: Titel wie Candy Crush Saga werden von einigen Usern seit Jahren gespielt. Typisch für das Genre ist der leichte Einstieg: Oft decken einige wenige Gesten die gesamte Steuerung ab. Jüngere Gamer entwickeln nicht selten ein Interesse für kompetitiven Multiplayer, wie PUBG und Call of Duty: Mobile eindrucksvoll unter Beweis stellen. Da Eingaben auf dem Smartphone weniger präzise ausfallen, werden Zielhilfen aktiviert.

In den 2000er Jahren erfreute sich bei Browserspielen der Städteaufbau reger Beliebtheit. Mobil haben Titel wie Clash of Clans und Age of Empires: Mobile das Genre weitergeführt. Auch entspannende Farmspiele wie Stardew Valley, das auf allen Plattformen hohe Verkaufszahlen zu verzeichnen hat, werden vielfach installiert, um dem stressigen Alltag zu entfliehen.

Zu guter Letzt sind Gacha-Games wie Genshin Impact oder NTE: Neverness to Everness anzuführen. Hinter diesen Titeln verbergen sich immersive Welten, die zum Erkunden einladen, täglich etwa zehn bis 30 Minuten neuen Content bieten. Damit reiht sich das Genre hinter anderen Short-Form-Inhalten ein.

5G leistet einen wichtigen Beitrag für Mobile Gaming. Insbesondere bei Spiele-Apps mit Online-Anbindung erweist sich die mobile Internetverbindung häufig als instabil. Wer im Multiplayer den Sieg erringen sollte, hing eher von glücklichen Fügungen als präzisen Wirkungstreffern ab. An Cloud Gaming war nicht zu denken. In vielen Regionen ist 5G nahezu inzwischen weitgehend ausgebaut, und die Latenz hat sich bei mobilen Spielen auf einem erträglichen Level eingependelt.

KI-gestützte Unterhaltung auf dem Handy

Insbesondere junge Menschen sind KI gegenüber aufgeschlossen. Unterhaltungen mit Large Language Models wie ChatGPT werden teils nicht begonnen, um etwas in Erfahrung zu bringen, sondern einfach um Spaß zu haben. Hier ist zu einer gesunden Vorsicht zu raten: Chatbots können keine echten Freundschaften ersetzen und täuschen Emotionen lediglich vor. Ratschläge, die im ersten Moment plausibel klingen, können in die Irre führen. Denn: Künstliche Intelligenz kann falsche Informationen erzeugen, als Nichtwissen offen zuzugeben.

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Tobias

Tobias Friedrich, Jahrgang 1971, lebt mit seiner Familie in Berlin. Er absolvierte ein Studium im Bereich Wirtschaftsrecht und arbeitet seither als unabhängiger Journalist. Im Laufe seiner Karriere verfasste er Artikel für renommierte Zeitungen wie die Frankfurter Allgemeine und die Süddeutsche Zeitung.

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