Heizungsverkleidung ja oder nein – was spricht für und gegen die Dekoelemente?
Heizungen sind in Wohnräumen unverzichtbar für die kalte Jahreszeit. Optisch betrachtet sind die in jedem Zimmer befindlichen Heizkörper aber meist keine Hingucker, und viele Menschen überlegen, diese zu verkleiden und somit eine dekorative Wirkung zu erzielen. Aus Expertensicht gibt es aber einige wichtige Punkte zu beachten, denn Heizungsverkleidungen bringen längst nicht nur Vorteile mit sich.
Worauf kommt es bei einer Heizungsverkleidung an?
Vom dekorativen Standpunkt aus gesehen ist eine Heizungsverkleidung in jedem Fall eine Bereicherung für Wohn- und Schlafzimmer: Die oftmals wenig ansehnlichen Heizkörper verschwinden hinter dem Dekoelement, wodurch sich ein harmonischeres Gesamtbild des Raumes erzeugen lässt. Wer sich nun die Frage stellt, warum nicht einfach alle Heizungen verkleidet werden, sollte sich einmal die Funktionsweise der Heizkörper ins Gedächtnis rufen. Sie haben die Aufgabe, warme Luft in die Umgebung abzugeben und diese so zu beheizen. Wird eine Heizung jetzt verkleidet, nimmt dies entscheidenden Einfluss auf die Funktion: Eine falsch gewählte Verkleidung bedeutet, dass die warme Luft nicht mehr wie gewohnt in den Raum gelangt, sondern sich im Bereich der Heizung staut. Dann wird es dort zwar sehr warm, im restlichen Zimmer aber bleibt es aber kühl. Da sich der Heizkörper aber dennoch „anstrengt“, als würde er den gesamten Raum beheizen, wird viel Energie verschwendet. Außerdem kann sich die Hitze bei voll aufgedrehter Heizung derart stauen, dass unter Umständen eine akute Brandgefahr besteht. Auch wenn das Verkleiden der Heizkörper vom optischen Gesichtspunkt betrachtet eine gute Idee ist, um das Zimmer aufzuwerten und gemütlicher zu gestalten, sollte im eigenen Interesse nicht einfach eine beliebige Vorrichtung installiert werden.
Die Heizung in Haus und Wohnung verkleiden – aber richtig!
All das muss aber nicht heißen, dass eine Heizungsverkleidung grundsätzlich nur negative Eigenschaften mit sich bringt. Es kommt lediglich darauf an, die richtige Vorrichtung zu wählen und diese korrekt zu installieren. So ist es wichtig, darauf zu achten, dass die Verkleidung aus einem geeigneten Material besteht. Empfehlenswert sind an dieser Stelle etwa Metall oder auch schwer entflammbare Textilien. Holz und Kunststoff eignen sich dagegen weniger gut, ebenso wie einfache Textilien, die rasch Feuer fangen können. Außerdem sollte die Heizungsverkleidung in einem angemessenen Abstand von etwa 20 – 25 cm angebracht werden, was allerdings auch bedeutet, dass sie mehr Platz benötigt. Besonders in kleinen Räumen kann dies zum Problem werden. Die Verkleidung muss darüber hinaus über ausreichend Luftlöcher verfügen und nach oben offen sein, um eine optimale Luftzirkulation zu ermöglichen.



