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Vortragsthemen

Nachfolgend finden Sie die Themen* unserer Hauskonferenz zu Java EE und Open Source,
die am 21. Dezember 2017 stattfindet.

Track 1

Mit Microservices zur Erleuchtung – Ein Reisebericht

Der Weg zur Erleuchtung führt über das Praktizieren der Microservices Architektur. Das erfordert ein Umdenken und in Fragestellen von liebgewordenen Überzeugungen. Es geht nicht ohne die Einführung von neuen Werkzeugen, Techniken und Praktiken sowie dem Loslassen von alten Gewohnheiten. Auf den, der sich darauf einlässt, warten Auswirkungen, die oft vollkommen unterschätzt werden.
Die Jünger Oliver und Thomas berichten ungefiltert von ihrer Reise über Wünsche, Schmerzen, Sorgen und das große Glück. Wer die beiden kennt, weiß, dass im Vortrag die Technik trotz Spiritualität nicht zu kurz kommt.

Referenten: Thomas Bayer und Oliver Weiler

Idee: Microservices und Legacy-Modernisierung

Microservices scheinen auf den ersten Blick ein geeignetes Architekturstilmittel bei der Modernisierung/Migration von Legacy-Anwendungen zu sein. Mit Spezifikationen wie OData bzw. pragmatischen Ansätzen wie z.B Swagger bieten sich fast 20 Jahre nach OMG CORBA neue Chancen für eine performante und praktikable Integration bzw. Verkapselung von Legacy-Modulen. Leider sind aber nicht alle Arten von Legacy als Microservice geeignet.
Der Vortrag zeigt Potentiale aber auch Schwierigkeiten dieses Ansatz auf.

Referent: Christian Dedek

Agile Architektur

Eine gut geplante Software-Architektur stellt das Grundgerüst jeder wartbaren Software dar. Dies steht in einem scheinbaren Widerspruch zu agilen Softwareprozessen, bei denen langfristige Planungen weitestgehend vermieden werden.
Die Session zeigt anhand zahlreicher konkreter Beispiele, wie man die Erstellung einer Software-Architektur in einzelne Aufgabenpakete unterteilt, dokumentiert und regelmäßig durch Reviews und automatisierte Architektur-Tests verifiziert. Das Ziel ist es, auch in einem iterativen Prozess eine langfristig tragfähige Architektur entstehen zu lassen.

Referenten: Thorsten Maier und Falk Sippach

Architektur auf Links gedreht: Event Sourcing mit Apache Kafka

Daten werden in Datenbanken gespeichert. So ist das normalerweise, und so war das auch in den letzten Jahren. Bei verteilten Systemen verursachen Datenbanken aber Probleme wie z.B. Replikation oder die Invalidierung von Caches. Das Event Sourcing löst diese Aufgaben, indem die Architektur auf Links gedreht wird und die Datenbank ihre zentrale Position verliert. Stattdessen kommt ein Eventbus zum Einsatz, der neben der Verteilung der Daten auch ihre dauerhafte Speicherung übernimmt.
Im Vortrag wird das Eventsourcing vorgestellt und am Beispiel von zwei Microservices auf der Basis von Apache Kafka und Spring Boot demonstriert.

Referent: Thomas Bayer

Jenseits von SQL und NoSQL mit der CockroachDB

Relationale Datenbanken bieten ein universelles Datenmodell und eine standardisierte Abfragesprache. Sie sind daher für eine Vielzahl von Anwendungen bestens geeignet. Genügt ein Datenbankserver für die Performanz oder die Datenmenge nicht mehr, ist das Limit der relationalen Datenbanken meist erreicht. Unbegrenzte Skalierbarkeit und höchste Verfügbarkeit ist den NoSQL Datenbanken vorbehalten, die dafür aber Kompromisse bei der Modellierung und den Abfragen erfordern. Warum kann man SQL Datenbanken nicht verteilt im Cluster betreiben und was wäre wenn das doch möglich wäre?
CockroachDB ist eine cloud-native SQL Datenbank, die Skalierbarkeit von der Garage zum Weltkonzern verspricht. Sie spricht das PostgreSQL Protokoll und kann diese Datenbank so ersetzen. Die Ziele der CockroachDB sind mit globaler Skalierbarkeit und dem Überleben von Katastrophen hoch gesteckt.
Dieser Vortrag stellt die CoackroachDB vor und demonstriert ihre Cloud-Fähigkeiten in einer Demo.

Referent: Tobias Polley

Track 2

Portfolio for Jira - Empowering Enterprise Agility / Visibility - Teil I

Hält Ihr Roadmapping-Tool Sie nur unnötig auf? Suchen Sie nach einer besseren Lösung?
Wenn Sie Jira Software verwenden, sollten Sie auch ein Planungstool nutzen, das Ihnen realistische Prognosen bietet, Verantwortlichen einfachen Zugriff auf Pläne gewährt und Sie "Was-wäre-wenn"-Szenarien erstellen lässt, damit Sie einfach auf Veränderungen reagieren können.
Mit Jira Software und Portfolio for Jira können Sie langfristige Planung mit flexibler Entwicklung kombinieren, um skalierbare Transparenz zu erhalten.
Dieser zweiteilige Vortrag erörtert zunächst das Spanungsfeld zwischen der notwendigen Autonomie von agilen Teams und der für ein Unternehmen erforderlichen Transparenz. Es werden die grundlegenden Planungskonzepte besprochen, um die Grundprinzipen und Funktionen von Portfolio zu verstehen. Folgende Bereiche beziehungsweise Funktionen werden in einer kurzen Demonstration aufgezeigt:

  • (projektübergreifende) Planung und Festlegung von Releases
  • Übertragung und Synchronisation der Planung mit Jira
  • Management von Teams
  • Berichtsfunktionen

Referent: Matthias Niete

Portfolio for Jira - Empowering Enterprise Agility / Visibility - Teil II

Abstract siehe bei Teil I

Referent: Matthias Niete

ITSM - IT Service Management mit Jira Service Desk

IT-Servicemanagement (ITSM) ist eine auf Best Practices beruhende Methode zum Management der Auslieferung von umfassenden IT-Services an Kunden.
Dieser Vortrag zeigt Ihnen, wie Sie die Atlassian-Werkzeuge nutzen können, um Ihre IT-Services so zu optimieren, dass sie Ihrem Unternehmen bei maximaler Effizienz einen noch größeren Mehrwert liefern. Nach einem Einblick in die Hintergründe und Herausforderungen von ITSM werden wir anhand einiger möglicher Szenarien erläutern, wie der Einsatz des Atlassian-Toolstacks den unterschiedlichsten Anforderungen gerecht werden kann. Dabei lernen Sie auch einige Apps kennen, die Ihnen die Implementierung Ihrer individuellen Lösung ermöglichen.
Da die schnelle und unkomplizierte Bearbeitung von Kundenanfragen im Rahmen von ITSM eine hohe Verfügbarkeit der angebotenen Services voraussetzt, wollen wir in diesem Zusammenhang auch auf die Skalierbarkeit mit Jira Service Desk Data Center eingehen.

Referent: Patrick Rudloff

DevOps for the Enterprise - Teil I

Agile und Git sind aus der Softwareentwicklung nicht mehr wegzudenken, aber können sie eine Silo-Mentalität zwischen Teams vermeiden? In welche Richtung geht die Softwareentwicklung weiter?

In diesem zweiteiligen Vortrag erfahren Sie, wie Sie mit den Praktiken von DevOps...

  • eine Kultur der Zusammenarbeit und des Vertrauens pflegen
  • schneller releasen und intelligenter arbeiten
  • kritische Vorgänge schneller lösen
  • ungeplante Aufgaben voraussehen und verwalten

Neben einem Einblick in die Hintergründe von DevOps demonstrieren wir Ihnen in diesem Talk, wie Sie mit den verfügbaren Tools von Atlassian bereits jetzt einen vollständigen und Enterprise-fähigen Werkzeugkasten für DevOps aufbauen können. Verfolgen Sie, wie der praktische Einsatz der Software eine ganze DevOps-Kultur ins Leben ruft, und warum ihre Umsetzung mit den Atlassian-Werkzeugen für eine solche Begeisterung in der IT-Welt sorgt. Lassen Sie sich inspirieren, DevOps in nur drei Schritten auch für Ihr Team und Ihr Unternehmen einzuführen.

Referent: Steffen Schluff

DevOps for the Enterprise - Teil II

Abstract siehe bei Teil I

Referent: Steffen Schluff

Track 3

Resilient Software Design Patterns

Der Trend in der Softwareentwicklung geht weg von Monolithen hin zu Anwendungen, die aus mehreren unabhängigen Einheiten bestehen. Jede dieser Einheiten ist für sich betrachtet leichter zu testen und zu deployen. Allerdings wird hierfür das notwendige Maß an Isolation, Redundanz, und loser Kopplung zunehmend wichtiger, da der Ausfall eines einzelnen Teils nicht die Stabilität des Gesamtsystems gefährden darf.
Die Session zeigt gängige Pattern und etablierte Vorgehensweisen, wie man diesen neuen Herausforderungen begegnen kann.

Referent: Thorsten Maier

WildFly Swarm - Java EE in one JAR

Microservice Architekturen können mit klassischen Application Servern nichts anfangen. Stattdessen geht der Trend hin zu Fat-JARs und Self-Contained-Systems, in denen die Anwendungen ihre Ablaufumgebung mitbringen. Nach dem Erfolg von Spring Boot und Co. haben mittlerweile die klassischen Java EE Applikationsserver-Hersteller ebenfalls Microservice-Frameworks im Angebot.
In dieser Session wollen wir uns anschauen, wie mit WildFly Swarm die notwendigen Teile des WildFly AS und alle benötigten Bibliotheken mitsamt der Applikation in einem ausführbaren JAR verpackt werden. Dazu diskutieren wir natürlich auch die für Microservices relevanten Themen wie Konfiguration, Logging, Monitoring, Resilience und Service Discovery im Umfeld von WildFly Swarm. Als Abschluss wagen wir noch einen Ausblick auf Standardisierungsversuche im Rahmen von Java EE und der Microprofile-Initiative.

Referent: Falk Sippach

Besser leben durch Rebasing: Geschönte Entwicklungshistorie leicht gemacht dank Git

Eine der ersten und wichtigsten Regeln, die jedem Git-Neuling eingetrichtert werden, ist, dass geteilte Zweige nicht durch Rebasing verändert werden dürfen. Andererseits wird jeder, der einmal ein Rudel Merge Diamonds gesehen hat, bestätigen, dass eine gut lesbare Projekthistorie anders aussieht.

Der Vortrag zeigt, wie durch sinnvolle Kombination von (interaktivem) Rebasing und Merging geteilter Entwicklungszweige eine gut gegliederte und leicht lesbare Versionshistorie inklusive Branches entstehen kann, ohne dass man zu viel seiner eigenen Vergangenheit vergisst

Lernziele:

  • Verstehen der grundsätzlichen Fragestellungen bei der (Re-)Integration von Git Branches (Merge vs. Rebase, Merge Commit vs. Fast-Forward Merge)
  • Kennenlernen der möglichen Vorteile und Risiken beim Einsatz von Rebasing
  • Kennenlernen, wie eine einfach lesbare und gut verständliche Versionshistorie in Git trotz Branches erzeugt werden kann

Referent: Steffen Schluff

ECMAScript oder TypeScript, das ist hier die Frage

Fehlende Typisierung, uneinheitliche Implementierungen und nicht zuletzt eine Sprache, die auch mit syntaktischen Fehlern "irgendwie" läuft, haben den Ruf von JavaScript lange Zeit beschädigt. TypeScript konnte viele dieser Probleme verbessern. Mit ECMAScript (Standardisierung von JavaScript) werden nun seit 2015 einmal pro Jahr einige Unterschiede zwischen den beiden Sprachen abgebaut.
Die Session zeigt die neuesten Feature von ECMAScript, die weiterhin bestehenden Unterschiede zu TypeScript und klärt die Frage, ob wir TypeScript langfristig noch brauchen.

Referent: Thorsten Maier

RISC-HTML: Komplexe, operativ genutzte HTML-Frontends effizient entwickeln

Früher waren die Zeiten besser als heute... - da konnte man mit z.B. Java-Swing und einem kleinen Team von Java-Entwickler recht effizient komplexe Anwendungen von beträchtlichem Umfang bauen: mit Datenerfassung, mit grafischen Leitständen und Plantafeln, mit interaktiven Grafiken, etc. etc. Heute hat man zwar den Browser - und freut sich über "Zero installation"! Aber: die Entwicklung ist wesentlich komplexer geworden, die Probleme (Browserkompatibilität, Performance) sind größer geworden - und die Entwicklung damit ineffizienter. Am Beispiel des CaptainCasa Frameworks und der in ihm beheimateten RISC-HTML Methode wird gezeigt, wie man auch im Web Client speziell für "Efficiency first!" Szenarien entwickeln kann und dabei eine Reihe grundlegender HTML-Probleme architekturell auf eine neue, besondere Art und Weise mitlöst. Resultat: eine einfache, effiziente (Java-)Entwicklung auch komplexer, umfangreicher Szenarien und eine Entkopplung von der üblichen HTML-Problemwelt.
Im Vortrag wird die Methode anhand einer Reihe von Praxisbeispielen erläutert und in Vergleich zu bestehenden Entwicklungswerkzeugen sowohl aus der HTML-Welt als auch der Java-Swing/FX-Welt gesetzt.

Referent: Björn Müller

*Nachträgliche Änderungen bei Zeitplan und/oder Themen vorbehalten.

Kompetenzen

Service

Competence Center

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