Download PDF VersioneProcurement und Produktdatenmanagement mit J2EE

Summary:

eProcurement Software mit Katalogfunktionalität zur Optimierung des Bestellwesens. Bedarfe können erfasst und gebündelt, sowie reverse Auktionen aufgegeben werden.

Steckbrief:

Branche:Software-Produktanbieter
Kunde:Anonym
Teamgröße:10
Umfang:12 Entwicklerjahre

Technologie:

Aufgaben:

Beschreibung:

Initialzündung war die innovative Idee des Kunden, der eine portalbasierte eProcurement Internet-Lösung verwirklichen wollte. Das Hauptmerkmal dieser Idee sind die sogenannten "reverse Auctions". Bei diesen handelt es sich um eine Umkehrung des im Internet populären Auktionsmechanismus. Somit steht nicht der Verkäufer, der seine Ware anbietet, im Zentrum sonder der Einkäufer. Dieser formuliert seinen Bedarf inclusive einer maximalen Preisvorstellung, die nun von verschiedenen Lieferanten unterboten werden kann. Nach Ablauf einer vom Einkäufer festgelegten Frist erhält der preiswerteste Anbieter den Zuschlag.

Nach einem Kick-off Meeting und anschließendem Workshop wurde eine Entscheidung zugunsten einer J2EE basierten Realisierung getroffen. Die Anwendung wurde basierend auf einer 3-Schichten Architektur entworfen, wobei EJBs für das Server-Backend und Servlets/JSPs für die Benutzerschnittstelle die als Kerntechnologien dienen sollten. Nach Implementierung und erfolgreicher Inbetriebnahme des ersten Releases wurden auf Kundenwunsch weitere Funktionalitäten ergänzt, wie z. B. geschlossene Einkaufsgemeinschaften, Agenten zur automatischen Angebotsabgabe und Lieferantenbewertung.

Bereits nach kurzem erfolgreichen Betrieb der Portallösung häuften sich die Anfragen von Nutzern nach Verfügbarkeit einer vergleichbaren Software für den reinen unternehmensinternen Einsatz zur Optimierung interner Bestellprozesse. Dabei sollte die Lösung kundenspezifische Anforderungen und Randbedingungen berücksichtigen. Für dieses neue Vertriebsmodell bot sich die Umstellung vom bisher genutzten kommerziellen Application Server zu einer OpenSource basierten Alternative.

Die Portierung der Anwendung verlief weitestgehend problemfrei und lies sich sehr zügig realisieren. Schon während dieser Umstellungsphase wurden Vorkehrungen getroffen eine vorhandene Kataloglösung in das System zu integrieren. Dies war notwendig um neben Auktionen auch Bestellungen aus festen Warenbeständen von Lieferanten abbilden zu können.

Bei der Katalogsoftware handelte es sich um eine separat von OIO entwicklelte BMECat und eClass fähige multivendor Anwendung basierend auf dem XML Publishing Framework Cocoon. Hierbei handelt es sich um ein OpenSource Produkt des XML Apache Projects, das auf Java Servlet Technologie basiert. Dank der verwandten Technolgien harmonierten die beiden Systeme, was die Zusammenführung sehr stark vereinfachte.

Die Modularisierung des Systems erlaubt individuelle Anpassungen. Exemplarisch sei an dieser Stelle der Einsatz des System bei einer Betriebskrankenkasse erwähnt. Diese bis dato umfangreichste Anpassung beinhaltete unter anderem die Bindung aller Bestellvorgänge an Patientendaten, die mit externen Verwaltungssystemen abgeglichen werden mussten sowie die Erzeugung von PDF Briefen zur Information der Patienten.

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