Logo der Hauskonferenz 2011

Konferenz Themen

Hier finden Sie die Themen* unserer Hauskonferenz zu Java EE, XML und Open Source, die am

15. Dezember 2011 im NH Hotel in Weinheim stattfindet.

Track 1

Micro- vs. Macro-SOA - Wofür SOA nicht erfunden worden ist

10:00 - 11:00 Uhr

Die Idee der Service-orientierten Architektur ist in den letzten Jahren im Management und den IT-Abteilungen großer Unternehmen angekommen und wurde dort teilweise begeistert zum führenden Architekturstil erkoren.
Verschiedene Werkzeughersteller stellen ausgereifte Infrastrukturplattformen für diesen Architekturstil bereit. Dabei sind Verständnis und Auffassung einer SOA in der Praxis oft weit von der ursprünglichen Idee entfernt.
Wir schlagen in diesem Vortrag eine grundlegende Unterscheidung zwischen zwei Archtitekturstilen vor. Zum Einen ist dies die Micro-SOA, welche sich in der Realität leider oft wiederfindet und ein Verständnis offenbart, welches die Leitidee einer SOA in ein Monster verkehrt, das trotz ausgereiftester Werkzeuge aufgrund seiner hohen Kosten kaum beherrschbar ist. Demgegenüber stellen wir die Macro-SOA, die auf die Integration von bestehenden und neuen Anwendungen abzielt und gerade deshalb eine heterogene Systemlandschaft erlaubt, deren Integration und Zusammenspiel über Serviceschnittstellen vollzogen wird. Erst in diesem Architekturverständnis können angebotene Werkzeuge und Infrastrukturen ihren eigentlichen Mehrwert entfalten, ohne in wartungsintensive Einzelsysteme zu mutieren.
Der Vortrag ist ein Plädoyer für ein "Back to the roots" bezüglich des Architekturstils SOA. Er beleuchtet die ursprünglichen Ziele sowie deren Verkehrung und Missverständnisse, und schlägt Möglichkeiten und Sprachregelungen vor das dunkle Tal der Enttäuschung zu verlassen.

Referent: Christian Dedek   Daniel Zwink

Kontinuierliche Datenbankmigration mit Liquibase

11:30 - 12:30 Uhr

Codeänderungen werden heute fast in allen Entwicklungsprojekten in einem Versionsverwaltungssystem gepflegt. Änderungen des Datenbankschemas werden dabei allerdings meist unabhängig von den Codeänderungen in SQL-Skripten durchgeführt. Diese Skripte müssen bei einem Versionswechsel manuell eingespielt werden und ihre Pflege ist in der Praxis leider oftmals sehr zeitaufwendig. Spätestens sobald mehrere Versionen gleichzeitig im Einsatz sind und diese womöglich auch noch in mehreren Entwicklungszweigen entwickelt werden, lassen sich Fehler bei Einspielen der Skripte und somit stressige Versionswechsel kaum mehr vermeiden.
Liquibase ist eine Bibliothek, mit der Änderungen der Datenbank zusammen mit den zugehörigen Codeänderungen in einer lesbaren XML-Syntax datenbankunabhängig in der Versionsverwaltung abgelegt werden können. Beim Starten der Anwendung prüft Liquibase auf noch nicht durchgeführte Änderungen und spielt diese automatisiert ein. Außerdem bietet Liquibase die Möglichkeit, durchgeführte Änderungen rückgängig zu machen und ermöglicht somit den einfachen Wechsel zwischen verschiedenen Entwicklungsständen.

Referent: Thorsten Maier

NoSQL Datenbanken am Beispiel von CouchDB

14:00 - 15:00 Uhr

Der Einsatz relationaler Datenbanken ist eine Konstante in der Softwareentwicklung. Dass das nicht so bleiben muss zeigen neue, spezialisierte Datenbanken, die auf die etablierte Abfragesprache SQL bewußt verzichten.
Am Beispiel von Apache CouchDB wird im Vortrag gezeigt, was man durch den Verzicht auf SQL und das relationale Modell alles bekommen kann:
hohe Performance und Skalierbarkeit, eine REST basierte Schnittstelle und MapReduce Funktionen.

Referent: Thomas Bayer

Continuous Delivery

15:30 - 16:30 Uhr

Continuous Integration ist mittlerweile zu einem festen Bestandteil vieler Build Systeme geworden, indem es das Gesamtprojekt in einem definierten Rahmen assembliert und testet. Doch damit eine in diesem Sinne erfolgreiche Änderung der Software tatsächlich für den Kunden einen Mehrwert bringt, muss sie anschließend zumeist erst durch mehr oder weniger aufwändige Teststufen und Deployments zum Einsatz in der Produktion geführt werden. In der Praxis hat das jedoch oftmals unregelmäßige und risikobehaftete "Big-Bang" Releases zur Folge, die das gesamte Projekt in einen Ausnahmezustand versetzen können.
Die Session zeigt, wie sich mit dem Konzept des Continuous Delivery dieses Risiko deutlich senken und die Spanne zwischen Änderung der Software hin zum Einsatz in der Produktion erfolgreich minimieren lässt. Dabei werden sowohl die Prinzipien hinter dem Continuous Deployment beleuchtet als auch ein Blick auf die aktuelle Tooling-Landschaft geworfen.

Referent: Steffen Schluff   Björn Feustel

Membrane

17:00 - 17:45 Uhr

1m Kölsch und SOA Performance...
Der Wahlrheinländer Thomas Bayer demonstriert mit Hilfe von einem Meter Kölsch den Flaschenhals bei SOA Projekten.
Die Alternativen zur klassischen SOA, die REST Architektur und synchrone ESB´s müssen sich ebenfalls einer Trinkprobe stellen.

Referent: Thomas Bayer

Track 2

Eclipse BIRT Best Practices

10:00 - 11:00 Uhr

Nutzen Sie die Möglichkeiten von Eclipse BIRT voll aus?
Wir zeigen Ihnen die Techniken und Best Practices für die optimale Entwicklung mit Eclipse BIRT. Der Vortrag orientiert sich dabei an Herausforderungen, die sich Ihnen in Ihren Projekten täglich stellen und zeigt, wie Sie trotz gehobener Anforderungen und zahlreicher Berichte einen kühlen Kopf bewahren.

Referenten: Christian Brell

HTML5, CSS und JavaScript als strategische Client-Plattform

11:30 - 12:30 Uhr

Auf Textbildschirme folgten Fenster, auf Fenster folgten Web Seiten, auf Web Seiten folgten Apps. Nun schwappt die Technologie für mobile Anwendungen zurück auf den Desktop.
Benutzer wollen nicht mehr vom Ladezyklus der Web Seiten unterbrochen werden. Als Planungseinheit für die Strukturierung von Anwendungen haben Seiten ausgedient. Die Grenzen zwischen Notebook, Tablet und Smartphone verschwimmen.
HTML5 bietet alles um Anwendungen zu realisieren, die wir uns immer vorgestellt haben - die 10er Jahre gehören dem Client.

Referent: Thomas Bayer

GWT / JSF Wahl-O-Mat – wie wählt man das richtige Web Framework

14:00 - 15:00 Uhr

Die Session stellt ein kompaktes Auswahlinstrument vor, mit dem man die prominenteste aller Short Lists von Webframeworks - JSF und GWT - für die eigenen Anforderungen qualifiziert entscheiden kann.
Umgekehrt kann man das Instrument auch benutzen, um eine gute Begründung zu finden, falls man im Grunde seines Herzens die Entscheidung schon getroffen hat.
Daneben wird auch das vollständige OIO Auswahlinstrument zur Wahl eines Java Web-Frameworks zusammen mit den ersten Ergebnissen eine Markt-Befragung des Jahres 2011 vorgestellt.

Referenten: Papick Taboada   Thomas Asel

Vaadin – Rising Star am RIA Himmel

15:30 - 16:30 Uhr

Das Vaadin Framework bietet ein Desktop-artiges Programmiermodell auf dem Server zur Entwicklung von Rich Internet Applications (RIAs) mit purem Java, ohne Notwendigkeit für HTML, XML, plug-ins oder JavaScript. In einer Quick-Vote des Java Magazins vom September 2011 lag es auf Platz 1 der Nennungen vor JSF, Grails, Wicket und GWT.
Der Vortrag zeigt die Unterschiede zwischen seitenorientierten, client-seitigen und server-seitigen RIA Architekturen. Eine kleine Beispielanwendung führt Schritt für Schritt durch den Entwicklungszyklus einer Web Anwendung mit reinem Java.
Den Abschluss bildet ein Ausblick auf das kommende große Release Vaadin 7.

Referent: Roland Krüger

Modularisierung in Java 8

17:00 - 17:45 Uhr

Mit Java 8, Project Jigsaw und dem Nachfolger des JSR 294 soll für die Java-Plattform ein Modularisierungskonzept standardisiert werden und die seit 2005 apostrophierte "post-jar-File-Ära" eingeläutet werden.
Etablierte Konzepte und Vorgehensweisen der Modularisierung wie OSGi, Maven und Java EE werden in der Session den Ideen von Java 8 gegenübergestellt und insbesondere der architektonische Aspekt in der technologisch aufgeheizten Debatte beleuchtet.

Referent: Christian Dedek

*Nachträgliche Änderungen im Zeitplan und/oder der Vorträge vorbehalten.

Kompetenzen
Newsletter abonnieren